Degenesis: Die Kulturen (Regionen)

Die bekannte Welt von Degenesis liegt in Gebieten des heutigen (Werst-)Europa und (Nord-)Afrika. Nach dem Eshaton – der durch den Asteroidenregen ausgelösten Apokalypse und den darauf folgenden Neubeginn – haben sich aus den Trümmern des Urvolks sieben neue Kulturen erhoben. Diese werden im Folgenden kurz beschrieben.

Hinweis: Diese Infos stammen aus dem Zentralen Cluster, einem Degenesis-Wiki von Fans für Fans dieses Rollenspiels.

Borca

„In Zentraleuropa liegt Borca. Die einzige europäische Kultur, ohne Primerverseuchung rund um den Einschlagkrater wird vom Sichelschlag in einen Ost- und einen Westteil zerrissen.“

Ganz grob könnte man Borca als die Überreste des heutigen Deutschlands, der Niederlande und Tschechien, der Schweiz und Österreichs verstehen. Durch den erwähnten Sichelschlag – einen Riss in der Erdkruste und vulkanischer Graben, der von der ehemaligen Nordsee bis ins heutige Italien verläuft, teils die Region in zwei Hälften – West- und Ostborca.
Während sich Westborca durch staubige Steppen, zahlreiche Ruinen des Urvolks (also unserer heutigen Zivilisation) und nur minimale Vegetation auszeichnet, ist Ostborca von dichten Nadelwäldern und Rinderherden geprägt.

In Westborca findet man auch die größte Metropole Borcas (wenn nicht sogar ganz Europas): Justitian (das heutige Dortmund).

Der Norden Borcas (dort, wo eins Nord- und Ostsee waren) wird von einer riesigen Eiswüste bedeckt, die alles Leben erfrieren lässt. Das heutige Dänemark, Norwegen oder Schweden sind unter Eis und Schnee begraben.

Typische Kulte: Spitalier, Chroniker, Hellvetiker, Richter, Sipplinge, Schrotter, Jehammedaner, Apokalyptiker, Wiedertäufer

Franka

„Westlich schließt sich Franka an Borca an. Hier kämpfen die Menschen einen schier aussichtslosen Kampf gegen die Pheromanten.“

Franke entspricht in etwas dem heutigen Frankreich und England. Der Meeresspiegel ist soweit gesunken, dass es zwischen beiden Ländern eine Landbrücke gibt. Dennoch werden weite Bereiche von Sümpfen bedeckt. Die Menschen leben in Hütten auf Stelzen oder Hausbooten in der Nähe von fließenden Gewässern, um den in den Sümpfen beheimateten Insektenschwärme zu entkommen.

Parasite – das heutige Paris – existiert nur noch in Form von feuchten, mit Schimmel überzogenen Ruinen in einem mit Insekten gefüllten Sumpf.
Lodon dagegen ist schon vor Jahrhunderten verbrannt und zerfallen. Eisbären haben die Kontrolle über die Stadt übernommen, der Mensch lebt hier nur noch unter der Erde.

Im Westen ersteckt sich Franke bis nach Aquitaine und Brest, wo die unbekannten Fluten des Schwarzen Atlantiks beginnen.

Typische Kulte: Spitalier, Chroniker, Hellvetiker, Richter, Sipplinge, Schrotter, Apokalyptiker, Wiedertäufer

Pollen

„Reist man von Osman in Borca weiter nach Osten, erreicht man die weiten Ebenen Pollens. Neben ausgedehnten Muttersporenfeldern haben es die gebeutelten Bewohner auch mit Biokineten und Fraktalwäldern zu tun.“

Pollen – das heutige Polen liegt zwischen Borca im Westen und den Sporenfeldern im Osten. Dabei wird die Ostgrenze durch den Pandora-Krater bestimmt. Die dort freigesetzten Sporen wurden durch – für die dortigen Bewohner günstige – Winde weiter nach Osten getragen, so dass weder Pollen, noch Borca von deren Fäulnis betroffen waren. Dafür ist östlich von Pollen kein menschliches Leben mehr möglich.

In jüngster Zeit werden die Sporenfelder jedoch durch ein neues Phänomen ersetzt: die schnellwachenden, streng geometisch angeordneten Fraktalwälder, die jedoch nicht weniger tödlich sein können.

Das Land ist geprägt von ausgedehnten kargen Steppen, Städte existieren zumeist nur noch in Form von Überlieferungen oder Ruinen. Wer hier lebt, bleibt nicht lange an einem Ort.

Typische Kulte: Spitalier, Chroniker, Sipplinge, Schrotter, Apokalyptiker, Wiedertäufer

Balkhan

„Nach Süden schließt sich der Balkhan an Pollen an. Seine Ausdehnung reicht bis nach Kleinasien, wo die Psychovoren eine Passage nach Osten verhindern. Hier haben die Voivoden das Sagen und behaupten sich gegen die Dushani.“

Der Balkhan erstreckt sich über die heutigen Regionen von Slowakei, Ungarn, Kroatien, Serbien, Rumänien, Bulgarien, Griechenland und die westliche Türkei. Er ist eine wilde, ungezähmte Region. Das Klima ist geprägt von Extremen: Heiße Sommer in den Grassteppen, eisige Winter in den Bergen. Stürme, Wolkenbrüche, Sturzbäche, Schneewehen – wild und ungezähmt.

Typische Kulte: Hellvetiker, Sipplinge, Schrotter, Jehammedaner, Apokalyptiker, Bleicher

Hybrispanina

„Südwestlich von Franka liegt Hybrispania. Die Prägnoktiker fangen die Menschen in Zeitverwerfungen, doch einige Menschen wissen die Prägnoktik auch für sich zu nuzen.“

Die iberische Halbinsel wurde vom Eshaton nicht so stark getroffen wie der Rest Europas, lediglich ein kleinerer Einschlag in der Nähe Toledos war zu verzeichnen. Die plattentektonischen Verschiebungen machten aus der Straße von Gibraltar eine Passage auf den afrikanischen Kontinent.
Das Klima hat sich in den letzten Jahrhunderten gewandelt: Die trockene Hitze wich warmer und feuchter Luft. Urwälder aus Eichen und Buchen bedecken das Land. Mangrovenwälder und Schilfgürtel wachsen an den Flussläufen, Moose bedecken alte Straßen in dichten Teppichen. Im Norden macht der Urwald Getreidefeldern Platz, die im milden Klima gut gedeihen.

Nachdem die Iberer 2265 einen Feldzug in Richtung Africa unternahmen, von diesen jedoch erfolgreich zurückgeschlagen worden, tobt seitdem in den südlichen Dschungeln Hybrispanias ein erbitterter Guerillakrieg, den bis heutige keine Seite endgültig für sich entscheiden konnte.

Typische Kulte: Spitalier, Sipplinge, Schrotter, Neolibyer, Geißler, Anubier, Jehammedaner, Apokalyptiker, Bleicher

Pugare

„Südlich der Alpenfestungen der Hellvetiker bildet Purgare das Sprungbrett nach Africa. Beherrscht wird Purgare von den africanischen Expeditionen der Neolibyer und dem Kampf gegen die Psychokineten.“

Das ehemalige Italien ist geprägt von Konflikten und Kontrasten in den unterschiedlichsten Ausprägungen. Der alte Aberglaube der Sippen steht im Kontrast zum Glauben der Wiedertäufer. Einige Sippen trauen einander nicht über den Weg, der Sichelschlag durchzieht den Norden bis hinein ins Mittelmeer, im Osten schwelt der alte Konflikt zwischen Purgern und Balkhani um Vorherrschaft in der adriatischen Tiefebene, der Süden ist verwüstet durch Nox, den Einschlagkrater des Eshaton, tiefer im Süden und im Westen liegen die Tore nach Africa und der stetig drohende Schatten von Corpse.

Dennoch finden sich noch viele fruchtbare Landschaften und alte, teils gute erhaltene Siedlungen des Urvolks. An den Küsten und ehemaligen Sandstränden des Mittelmeers sind jedoch nur noch Ruinen in Form von Strandkiosken und Hotelanlagen geblieben. Mediterranes Land und Klima sowie alte Traditionen treffen in Purgare auf die drohenden Einflüsse durch Psychokineten, aber auch durch die Veränderungen die durch die Africaner ins Land gebracht werden.

Typische Kulte: Spitalier, Hellvetiker, Sipplinge, Schrotter, Apokalyptiker, Wiedertäufer

Africa

„Der afrikanischen Kontentns geht gestärkt aus dem Eshaton hervor. Zwar ist der Süden hinter dem undurchdringlichen Psychovoren-Gürtel verloren gegangen, doch der Norden ist stark und vereint und kehrt die alte Ordnung zwischen Afrika und Europa nun um.“

Die klimatischen Veränderungen nach dem Eshaton haben aus der Sahara einen blühenden Garten Eden gemacht.Der Kontinent vereinte sich und wehrte sich erfolgreich gegen die Eroberungsversuche des verhassten Europas. Die Africaner drehen den Spieß um. Africanisches Öl wird nun von hybrispanischen und balkhanischen Sklaven gewonnen und zu Treibstoff für die zahlreichen Maschinen verarbeitet, mit denen weitere Vorstöße nach Europa durchgeführt werden.

Die Neolibyer sind erfolgreiche Händler. Konzessionen der Handelsbank legitimieren ihre Unternehmungen. Was sie anpacken wird zu Gold und sie lieben es, ihren Reichtum zu zeigen: Neben ihren eigenen prunkvollen Besitztümern lassen sie auch die africanischen Städte erstrahlen: Gold, Marmor, bestickte Kissen, bunte Gewänder wohin das Auge reicht. Dankbarkeit und Ruhm sind ihnen dafür gewiss.

Die Kometeneinschläge auf der Nordhalbkugel veränderten die Richtung des Golfstroms und damit das Klima nicht nur im alten Europa. Africa bekam ein gemäßigteres Klima und regelmäßige Niederschläge ermöglichten eine üppige Vegetation. Lange ausgetrocknete Flussläufe und Seen füllten sich und Mangrovenwälder entstanden an ihren Ufern.

Der Süden und Zenralafrika sind jedoch vom Psychovorengürtel bedeckt. Im Gegensatz zu Europa, wo der Primer Tiere und Menschen verändert, hat er in Afrika zu einer wehrhaften Pflanzen geführt, die in einer seltsamen Symbiose mit den dort lebenden Menschen verbunden zu sein scheinen.

Typische Kulte: Sipplinge, Schrotter, Neolibyer, Geißler, Anubier, Apokalyptiker

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